Reiten, Kunst und Kranksein

Mit Lotta zusammen bin ich letzten Samstag in ein Kunstmuseum in Bellas Artes gegangen. Die Fotos des Fotografen David Lachapelle, die gerade ausgestellt wurden, waren zwar ziemlich provokant und teilweise ein bisschen verstörend, aber trotzdem war es schön durch das Museum zu laufen und sich zusammen zu überlegen, was er sich wohl dabei gedacht haben könnte. 
Lustig war auch, dass es ein Foto gab, das so hieß wie ich, auch wenn das Foto selbst ein bisschen gruselig ist:
Quelle: davidlachapelle.com

Ein Zimmer gab es zusätzlich von einem anderen Künstler, der Fotos und Zeitungsartikel von Frauen, die von ihren Männern ermordet wurden, gesammelt und ausgestellt hat. War echt ziemlich heftig und irgendwie hatte der Raum so eine Atmosphäre, dass wir beide nicht lange drin bleiben wollten. 
Danach sind wir noch in ein süßes Café, wo uns dann auch erst die Streetart um uns herum aufgefallen ist. Vielleicht schau ich mir die ein anderes Mal noch genauer an und nehm meine Kamera mit :)


Das beste Erlebnis meiner Woche und vielleicht sogar meiner ganzen Zeit hier (sind ja schon zwei Monate) war unser Ausflug zum Reiten in die Berge.
Durch die Sprachschule sind wir darauf gekommen und haben es jetzt endlich geschafft auch mal hinzugehen :) Die Deutsche, die vor 17 Jahren nach Santiago ausgewandert ist, war echt nett und statt dem, von mir befürchteten Ponyreiten, sind wir dann doch drei Stunden richtig schön durch die Berge geritten und hatten eine wunderschöne Aussicht. Dazu kam einfach nur die Ruhe.. kein Autogehupe, kein Hundegebell, keine schreienden Kinder. Erst da ist uns aufgefallen, wie laut es eigentlich die ganze Zeit um uns war. Somit war der Ausritt dann die pure Entspannung. 
Das Beste war dann, als ich von der Besitzerin des Stalls gefragt
wurde, ob ich denn nicht Lust hätte, ab und zu vorbeizukommen, Kindern Reitunterricht zu geben und dafür sogar umsonst reiten zu können. Das wäre richtig genial, aber erstmal brauch ich dafür ein freies Wochenende, was immer ein bisschen schwierig ist bei unsern vielen Plänen.


Montag ging es dann gleich gut weiter, weil wir in der Sala Cuna den Geburtstag von mir und einer anderen Tia, die am gleichen Tag Geburtstag hat, nachgefeiert haben. War echt schön, dass auch nach dem Stress während der Nationalfeiertagswoche daran gedacht wurde :) 
Gestern bin ich dann leider komplett krank gewesen und daheim geblieben. War wahrscheinlich mal wieder irgendein Infekt aus der Kinderkrippe, aber somit hatte ich ein bisschen Zeit mich auszuruhen und mit Freunden zu skypen. Heute fühl ich mich zwar immer noch wie Matsch, aber zumindest gehts mir so gut, dass ich in die Kinderkrippe gehen konnte. 
Hab dann halt ausversehen erst ein Kind mit einem Ball abgeschmissen und das gleiche Kind dann später auch noch mit Milch überschüttet, weil die Tasse mir einfach aus der Hand gefallen ist, als ich sie trinken lassen hab. 
Hat mich dann ein bisschen verwirrt angeschaut und ich konnte erstmal ihre Klamotten wechseln.
Zumindest fiel danach meine Wickelschicht weg, weil mir das dann glaube ich nichtmehr so ganz zugetraut wurde :D 

Ich hoff mal das wird noch besser und ich werd endlich mal komplett gesund...
Fortsetzung folgt nächste Woche. ciao :)

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