Straßenfest, Kiffer und Weihnachtsdeko

Nachdem die Post wegen unterschiedlichen Feiertagen immer wieder zu hatte, hab ichs jetzt endlich geschafft meine Post abzuschicken. 
Extra schön aufgepasst, dass die Briefe und Karten nicht im Wunschzettelbriefkasten gelandet sind.


Am Samstag war dann Jahrestag unseres Wohnviertels mit Flohmarkt, Straßenfest und verschiedenen Bands, wo wir dann abends auch kurz vorbeigeschaut haben und in die Graswolke, die alles umgeben hat, eingetaucht sind.
Irgendwie ist Chile scheinbar eh eine ziemliche Kiffer-Nation, denn egal wo man ist, riecht es immer wieder nach Gras und es gibt auch viel Kifferzubehör auf den Märkten zu kaufen. Obwohl Gras eigentlich genauso wie in Deutschland illegal ist... Scheint nur niemanden zu interessieren und auch kleine Pflanzen im Garten sind nicht grad selten..


Im Kino war ich jetzt auch endlich mal. Zu Zweit haben wir dann auch schön den riesen Popcorneimer geleert und auf dem Heimweg im Bus noch zwei ziemlich coole Straßenmusiker gesehen, die sich einfach über alle Leute im Bus lustig gemacht haben. Bisschen erschreckend wars dann, als wir auf dem Weg in unser Viertel von mehreren Feuerwehrautos überholt wurden. Wir haben aber nicht rausgefunden was da passiert ist.
Am Anfang meines Jahres wurde mir erzählt, dass Brände hier echt verheerend sein können, weil die Häuser leicht brennen und auch eng beieinander stehen. Außerdem haben die meisten keine Versicherung oder ähnliches, deswegen räumen oft Nachbarn alle Einrichtung auf die Straße.


Ganz, ganz kurz hatte ich dann auch mit Sommertemperaturen Weihnachtsstimmung, als wir unser Wohnzimmer mit der Weihnachtsdeko, die wir gefunden haben, dekoriert haben und dazu ganz viele kitschige Weihnachtslieder gehört haben :) Unsere Weihnachtskrippe sieht zwar nicht ganz so aus wie von daheim gewohnt, aber dafür haben wir deutsche Räuchermännchen da und einen Adventskalender, den wir nur noch befüllen müssen.


Ab und zu gibts dann auch mal blöde Tage, zum Beispiel wenn man feststellt, dass alle mitgebrachten Hosen und dazu eine Leggings vom täglichen Fahrradfahren aufgescheuert sind und Löcher haben und man dann dringend Hosen sucht, den ganzen Abend in der Mall verbringt und einfach nichts findet, weil man anscheinend genau zwischen zwei Größen ist. 
Aber genau deswegen gibts zur Aufmunterung jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Blick auf süße Hundebabys, die aber leider direkt neben der Straße zwischen Plastiktüten und Sperrmüll in der Sonne spielen. 

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