Bolivien-Urlaub und Besuch von daheim...

Wieder daheim habe ich jetzt endlich ein bisschen Zeit zu erzählen.
Ende Februar ging es mit zwei Freundinnen nach Bolivien und dort auf eine Rundreise.
Eigentlich war alles ganz entspannt geplant, aber dann kamen uns doch ein paar Sachen dazwischen.
Am Anfang lief noch alles gut, aber als wir nach Cochabamba zu anderen Freiwilligen fahren wollten kamen uns Straßenblockaden iin ganz Bolivien dazwischen, so dass kein Bus mehr gefahren ist und uns auch keiner sagen konnte, wie lang diese Blockaden noch dauern werden. Also mussten wir spontan noch eine Nacht in einem Gammelhostel in La Paz bleiben, um dann am nächsten Tag festzustellen, dass immernoch keine Busse fahren und wir doch noch einen Flug brauchen. Los zum Flughafen, wo wir dann für abends auch noch einen Flug bekommen haben, aber dann den ganzen Tag am Flughafen mit unserem Gepäck verbringen mussten. 
Der eigentliche Flug war dann mit 35min lächerlich kurz und in Cochabamba wurden wir sogar von Freiwilligen abgeholt :) 
Im Taxi hab ich dann auch noch mein Handy verloren, was unser einziges Handy war mit dem wir irgendwie telefonieren konnten.
Die Zeit in Cochabamba war dann echt schön, bloß das Problem mit den Straßenblockaden blieb, da wir auf jeden Fall zu unserem nächsten Stopp nach Oruro kommen mussten, um von dort mit dem Zug Uyuni, also den Ausgangsort unserer vorgebuchten Jeeptour durch die Salzwüste, zu erreichen.

Zwar gab es einige Leute, die irgendwie mit Bus, Lastwagen und zu Fuß in 24 Stunden, statt der normalen vier Stunden, in Oruro angekommen sind, aber eigentlich wurden davor gewarnt und mit unseren großen Rucksäcken wäre das wahrscheinlich auch etwas schwierig geworden.
Am Tag vorher haben dann die Freiwilligen in Bolivien probiert nach Oruro zu fahren, weil dort auch groß Karneval gefeiert wurde, aber nein... die Blockaden waren immernoch da und das ganze Busterminal voller Proteste.
Ohne große Hoffnung sind wir also am nächsten Morgen zum Busterminal, in Gedanken eigentlich schon eher am überlegen wo wir dann als nächstes hinfliegen, aber -ein Wunder- es fuhren Busse nach Oruro! Und so haben wir es zwar mit drei Stunden Verspätung, aber immerhin, nach Oruro geschafft.
Vom traditionellen Karneval war zwar nicht mehr wirklich was zu sehen, sondern eher besoffene Männer in Röcken und mit Schaum sprühende Kinder, aber war trotzdem ganz lustig.

Nächster Punkt... mit dem Zug nach Uyuni. Bloß hatten wir das nächste Problem. Wir kamen mitten in der Nacht an, es war eiskalt und unser Hostel war erst für die nächste Nacht gebucht. Wir also durch den Ort gelaufen, gefroren, ein Hostel gesucht und schließlich ein Hostel gefunden, indem wir dann die alte Besitzerin überzeugen konnten uns zu dritt in einem Zimmer mit Ehebett schlafen zu lassen. 
Leider hat in Uyuni dann eine meiner mitreisenden Freundinnen Bauchschmerzen bekommen, die dann zum ersten Tag unserer Jeeptour so schlimm wurden, dass wir sie zurück in ein Krankenhaus bringen mussten und es für uns dann zu zweit weiterging, während sie früher mit Bus und Flug irgendwie versucht hat nach Santiago zu kommen.
 Unsere Jeeptour kann man eigentlich echt nur in Bildern beschreiben:


Einfach sehr, sehr genial und mit wunderschönen Eindrücken und Erinnerungen, die ich wahrscheinlich mein Leben lang behalten werde...

In San Pedro haben wir uns dann ziemlich direkt nach unserer Ankunft am Sandboarden probiert, was erstaunlicherweise ziemlich gut geklappt hat und einen Tag später gings auch schon wieder zurück ins große Santiago.
Aber nix von wegen Pause oder ausruhen, sondern am nächsten Morgen hab ich dann erstmal meine Eltern, die mich besuchen kamen, vom Flughafen abgeholt. Nicht ganz so leicht, wenn man kein Handy hat und nur 5 Stunden geschlafen, aber schließlich konnte ich sie zu mit nach Hause bringen und ihnen zeigen, wie ich jetzt schon ein halbes Jahr lebe.
Die nächsten Tage haben wir dann auch echt schön verbracht, ein paar Punkte in Santiago angeschaut, einen Kurzurlaub in Valparaiso gemacht und heute fliegen meine Eltern dann auch schon wieder nach Hause.
Bis zum nächsten Mal :)

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Kommentare: 1
  • #1

    Oma + Opa (Samstag, 20 Februar 2016 17:08)

    Eindrucksvolle Landschaften und Abenteuer pur, so kann man deine Bolivien-Reise überschreiben! Danke für die tollen Bilder. Hoffentlich geht's der Freundin wieder gut.