Lollapalooza, Argentinien und Arbeiten...

Nach einer ersten richtigen Arbeitswoche von der ich später noch ein bisschen erzählen werde, haben wir uns dann erstmal am Wochenende mit dem lang geplanten Lollapalooza-Festivalwochenede belohnt.
Zwar war das Festival nicht ganz so, wie man Festivals aus Deutschland kennt, also zum Beispiel ohne Campen und ohne Alkohol, dafür aber mit Kinderbereich. Trotzdem war es richtig genial und das Wochenende war eines der besten, die ich hier erlebt habe.



Ziemlich fertig ging dann die nächste Woche wieder los, was die Kinder, die gerade ja immer noch am Eingewöhnen sind, natürlich nicht davon abgehalten hat, die ganze Zeit zu heulen.
Das verbessert sich aber seit dem täglich. Kinder, die am Anfang noch die ganze Zeit im Arm gehalten werden wollten, laufen jetzt auch allein durch die Sala und es ist so süß, wenn dann genau diese immer heulenden Kinder plötzlich anfangen zu lachen. 
In der Zeit nachdem die Kinder abgeholt wurden, hab ich jetzt auch was zu tun und bastel Küchenmöbel aus Karton zum Spielen.
Die letzten Tage waren meine Kinder dann so glücklich, dass es richtig Spaß gemacht hat zu arbeiten.
Und Ostern?
Für mich war eigentlich gar nicht wirklich Ostern, weil ich so überhaupt keine Ostergefühle hatte. 
In der Sala Cuna wurde auch fast nichts zu Ostern gemacht, außer einem "letzten Abendmahl" mit Weintrauben und Tortilla für die Kinder und später auch für die Tias. 


Karfreitag und das Osterwochenende haben wir dann genutzt, um nach Mendoza in Argentinien zu fahren, was von uns aus mit dem Bus in 7-8 Stunden gut zu erreichen ist.
Leider hatten wir bzw. vorallem ich nicht so viel Glück in Mendoza.
Zuerst hatten wir eine echt gute Busfahrt mit netten Sitznachbarn, aber als wir dann am Busterminal ankamen und ich gerade am Geld abheben war, wurde meine große Kamera geklaut, die ich eigentlich extra zum Aufpassen bei den Anderen gelassen hatte. Ein seltsamer Typ der aufdringlich nach der Uhrzeit frägt, ein bisschen Verwirrung und Ablenkung und schon war sie weg. 
Richtig blöd gelaufen natürlich.
Mit schlechter Laune und ordentlich Frust ging es dann auf die Suche nach einem Hostelzimmer, was wir das erste Mal nicht vorgebucht hatten. Unser Fehler, denn in Mendoza gibt es richtig wenig Hostels und über Ostern waren die dann auch alle komplett ausgebucht.
Schließlich hatte ein Hostel dann Mitleid mit uns und hat uns auf ihrer Dachterasse zelten und in einem anderen Gästezimmer duschen lassen, was uns dann doch ein ziemlich aufgeheitert hat. 
Nachdem wir uns dann schön eingerichtet hatten, ging es dann zur Polizei, da ich für meine Garantie, die hoffentlich noch läuft, eine Anzeige machen musste. 
Doch typisch südamerikanisch wurden wir immer wieder woandershin geschickt, bis wir nach gefühlten Stunden und drei verschiedenen Polizeistationen endlich bei der Richtigen waren und ich bei zwei sehr gelassenen Polizisten mit ganz viel Ruhe und Zeit meine Anzeige machen konnte.
Das ganze wurde aber ganz gut ausgeglichen, als wir danach von der echt netten Polizei mit Blaulicht im Polizeiauto zum Hostel gefahren wurden. 
Dort werden die sich wahrscheinlich auch noch ewig an die seltsamen Leute erinnern, die im Zelt auf der Terasse schlafen und von der Polizei zurück gebracht werden.
Die restlichen ein einhalb Tage haben wir es dann doch noch geschafft die Stadt anzuschauen, um uns dann schonwieder auf den Weg zurück zu machen.
Also nicht unbedingt der beste Urlaub, aber irgendwie wurde alles Schlechte ausgeglichen und wir hatten auf jeden Fall ein abenteuerliches Wochenende.

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